Tipp #2
Weniger Fleisch essen
Die industrielle Tierhaltung belastet die Umwelt in besonderem Maße. Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 entfallen 58 Prozent der Emissionen aus der Lebensmittelproduktion auf Produkte tierischen Ursprungs. Von diesen 58 Prozent stammen wiederum die Hälfte aus der Haltung von Rindern und Schafen. Schweine, Hühner und Co. verursachen weniger Treibhausgasemissionen. Allerdings trotzdem ein Vielfaches von dem, was bei der Produktion von Getreide, Gemüse und Obst anfällt. Als Beispiel: 1 Kilogramm Schweinefleisch verursacht eben so viel CO2 wie sage und schreibe 80 Kilogramm Kartoffeln!
Zudem ist die Menge an Fleisch ein Problem: Der durchschnittliche Bundesbürger verzehrt fast 90 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Aus gesundheitlicher Sicht ist das bedenklich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt rund 20 Kilogramm jährlich und damit satte 70 Kilogramm weniger. Ein hoher Fleischkonsum kann zu diversen Erkrankungen wie Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und unterschiedlichen Krebsleiden führen, das ist inzwischen wissenschaftlich gesichert.

Somit gibt es zwei gute Gründe, um den Verzehr von Fleisch runterzuschrauben. Ein sofortiger Komplett-Verzicht auf Fleisch scheint manchem radikal. Das muss auch nicht sein. Schon eine Reduktion der Menge und der graduelle Umschwung zu einem pflanzenbetonten Ernährungsstil hat eine positive Wirkung auf das Klima und die Gesundheit.
Beim Einkauf ist es gut, verstärkt darauf zu achten, dass die Lebensmittel, die im Einkaufskorb landen, regional und saisonal sind. Denn dadurch lassen sich zusätzliche Emissionen aus Transport, Verpackung und geheiztem Anbau einsparen.